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Verpackungspflichten in Litauen (2026)

Geprüft am: 2026-09-01

Entwurf
1 dokumentierte PflichtBevollmächtigter: situationsabhängig2 Anbieter →
Rechtlicher Rahmen (EU & national)
EU-Rahmen: 
PPWR (EU) 2025/40, gilt seit 12.08.2026
National: 
Pakuočių ir pakuočių atliekų tvarkymo įstatymas (Gesetz über Verpackungen und Verpackungsabfälle) und Mokesčio už aplinkos teršimą įstatymas (Umweltverschmutzungssteuer-Gesetz); zentrale Registrierung und Mengenbuchführung im IT-System GPAIS. Die nationale PPWR-Anpassungsnovelle (Verpackungsgesetz + drei Begleitgesetze) ist eingebracht, aber noch nicht abgeschlossen; der Sanktionsrahmen muss bis 12.02.2027 stehen.

Litauen verlangt von ALLEN Gamintojai/Importuotojai – mengenunabhängig und ausdrücklich auch von ausländischen Fernverkäufern – die Registrierung im GPAIS-Produzentenverzeichnis (Sąvadas) und laufende Verpackungsbuchführung. Seit 2025 ist die Teilnahme an der Verpackungsabfall-Bewirtschaftung Pflicht (lizenzierte Organisation oder Einzelsystem, inkl. Finanzbeiträgen für den kommunalen Sammelstrom); die bloße Zahlung der Verschmutzungssteuer ersetzt die Teilnahme nicht mehr. Steuer-/Teilnahme-Ausnahme nur bis 0,5 t Verpackungen pro Jahr – GPAIS-Registrierung und Buchführung bleiben auch dann Pflicht. Nur noch zwei Organisationen sind lizenziert (Žaliasis taškas, Gamtos ateitis); die Lizenz der VšĮ Pakuočių tvarkymo organizacija (PTO) wurde entzogen. Das Pfandsystem (užstato sistema) ist separat.

Verpackungs-EPR: GPAIS-Registrierung, Buchführung & Organisationsbeitritt (Litauen)

Wer verpackte Waren erstmals auf den litauischen Markt bringt – auch per Fernabsatz aus dem Ausland –, muss sich VOR dem Inverkehrbringen im GPAIS-Produzentenverzeichnis registrieren, dort fortlaufend Verpackungsbuchführung führen (mindestens quartalsweise) und die Verwertungspflichten erfüllen: ab mehr als 0,5 t/Jahr über einen Vertrag mit einer lizenzierten Organisation (Žaliasis taškas oder Gamtos ateitis) oder ein genehmigtes Einzelsystem. Bei Nichterfüllung greift die Umweltverschmutzungssteuer.

Bevollmächtigtersituationsabhängig
FristenRegistrierung vor dem Inverkehrbringen; GPAIS-Quartalszusammenfassungen binnen 30 Kalendertagen nach Quartalsende; Jahresbericht Anfang des Folgejahres. PPWR-Produzentendefinition gilt seit 12.08.2026; nationale Sanktionsnovelle bis 12.02.2027 erwartet.
KostenEntgelte der lizenzierten Organisationen nach Vertrag (nicht öffentlich pauschal belegbar); dazu seit 2025 verpflichtende Finanzbeiträge für die Bewirtschaftung des kommunalen Verpackungsstroms. Die Umweltverschmutzungssteuer wirkt als Sanktion bei Nichterfüllung; laut Žaliasis taškas wird seit 2025 nicht recycelter Kunststoff mit 0,80 €/kg besteuert und frühere Steuerbefreiungen bei bloßer Zielerfüllung entfielen.

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Warum betrifft mich das grenzüberschreitend?
Die GPAIS-Registrierungspflicht gilt unabhängig von Unternehmensgröße und Sitz – ausdrücklich auch für Fernverkäufer. Die 0,5-t-Schwelle befreit nur von Verschmutzungssteuer und Organisationsteilnahme (ohne Einweg-Pfandverpackungen und Mehrwegverpackungen), NICHT von Registrierung und Buchführung. Achtung Rechtsänderung: Das Umweltministerium rät Unternehmen mit bis zu 0,5 t/Jahr, mit der Organisationswahl für 2027 zu warten, bis der Seimas die PPWR-Anpassung beschlossen hat. Im Novellenentwurf sind Bußgelder von 800–2.000 € für nicht konforme Verpackungen vorgesehen.
Benötigte Unterlagen
  • GPAIS-Zugang bzw. litauische E-Signatur des Bevollmächtigten
  • Verpackungsmengen- und Materialdaten (laufende Buchführung, durch Geschäftsunterlagen belegbar)
  • Vertrag mit der lizenzierten Organisation (ab mehr als 0,5 t/Jahr)
  • Schriftliche Vollmacht des įgaliotasis atstovas (falls ohne Niederlassung in Litauen)
Quellen & Prüfstand

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