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Verpackungspflichten in Niederlande (2026)

Geprüft am: 2026-09-01

Entwurf
2 dokumentierte PflichtenBevollmächtigter: situationsabhängig1 Anbieter →
Rechtlicher Rahmen (EU & national)
EU-Rahmen: 
PPWR (EU) 2025/40, gilt seit 12.08.2026
National: 
Besluit beheer verpakkingen 2014 (UPV verpakkingen) mit Regeling beheer verpakkingen und Besluit kunststofproducten voor eenmalig gebruik (SUP); Abwicklung über die Produzentenorganisation Verpact (bis 29.02.2024: Stichting Afvalfonds Verpakkingen) auf Basis einer allgemeinverbindlich erklärten Abfallbeheersbijdrage-Vereinbarung (AVV)

Die Niederlande betreiben EIN kollektives System für Haushalts- und Gewerbeverpackungen (Verpact) mit einer Besonderheit: Unterhalb von 50.000 kg Verpackungen pro Kalenderjahr sind Unternehmen von Abgabe und Mengenmeldung befreit (heffingsvrije drempel) – Ausnahme: SUP-Verpackungen, die ab dem ersten Kilo meldepflichtig sind. Verpact erwartet, dass die Schwelle erst mit dem künftigen PPWR-Herstellerregister entfällt (laut Verpact-Einschätzung frühestens ab 12.08.2027, erstes Meldejahr voraussichtlich 2028 – noch nicht rechtsverbindlich). Einwegpfand (statiegeld) auf Kunststoffflaschen bis 3 l und Getränkedosen ist ein separates Thema und hier nicht abgedeckt. Aufsicht/Vollzug: Inspectie Leefomgeving en Transport (ILT), Sanktionen bis 5.000 €/Woche (max. 100.000 €).

Verpackungs-EPR: Verpact-Registrierung & Abfallbeheersbijdrage (Niederlande)

Wer verpackte Waren erstmals auf dem niederländischen Markt bereitstellt – auch ausländische Onlinehändler im Direktvertrieb an niederländische Endkunden – gilt als Produzent/Importeur nach dem Besluit beheer verpakkingen 2014. Ab mehr als 50.000 kg Verpackungen pro Kalenderjahr sind Anmeldung bei Verpact, jährliche Mengenmeldung (aangifte) und Zahlung der Abfallbeheersbijdrage Pflicht; darunter greift die abgabefreie Schwelle (Ausnahme: SUP-Verpackungen, siehe eigene Pflicht).

Bevollmächtigtersituationsabhängig
FristenAnmeldung bei Verpact bei Überschreiten der Schwelle; Mengenmeldung jährlich über das Verpact-Portal (konkrete Abgabefrist im Portal/Beleid von Verpact prüfen). PPWR-Pflichten gelten seit 12.08.2026; die 50.000-kg-Schwelle bleibt laut Verpact vorerst bestehen.
KostenAbfallbeheersbijdrage nach öffentlichem Verpact-Tarif (Tarife 2026 auf verpact.nl, z. B. getrennte Sätze für Haushalts- und Gewerbeverpackungen je Material); unterhalb von 50.000 kg pro Jahr fällt keine Abgabe an.

Deine To-dos

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Warum betrifft mich das grenzüberschreitend?
Ausländische Versandhändler, die direkt an niederländische Endverbraucher liefern, gelten ausdrücklich als Produzent im Sinne der UPV (Klarstellung auf der offiziellen Rijkswaterstaat-Seite afvalcirculair.nl). Relevant wird die Pflicht aber erst oberhalb der 50.000-kg-Schwelle bzw. ab dem ersten Kilo bei SUP-Verpackungen. Wer die Schwelle überschreitet, meldet sich bei Verpact an und gibt die Jahresmengen über PackTool/VerpactPortal ab.
Benötigte Unterlagen
  • Verpackungsmengen- und Materialdaten pro Kalenderjahr (Verpackungsadministration)
  • Handelsregister-/Umsatzsteuerdaten für die Verpact-Anmeldung
Quellen & Prüfstand

SUP-Verpackungen: Meldepflicht ab dem ersten Kilo (Niederlande)

Für Einwegkunststoff-Verpackungen nach der SUP-Richtlinie (z. B. Getränkebecher, Lebensmittelbehälter für den Sofortverzehr, leichte Kunststofftragetaschen) gilt die 50.000-kg-Schwelle NICHT: Wer solche Verpackungen in den Niederlanden erstmals bereitstellt, muss sich unabhängig von der Menge bei Verpact anmelden, die Stückzahlen melden und den SUP-Zuschlag zahlen.

Bevollmächtigtersituationsabhängig
FristenMeldung im Rahmen der jährlichen Verpact-Aangifte; Pflicht besteht ab der ersten in Verkehr gebrachten SUP-Verpackung.
KostenSUP-Zuschlag nach öffentlichem Verpact-Tarif pro 1.000 Stück (Tarif 2026 veröffentlicht; Satz gegenüber 2025 gesenkt); zusätzlich reguläre Abfallbeheersbijdrage oberhalb der allgemeinen Schwelle.

Deine To-dos

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Warum betrifft mich das grenzüberschreitend?
Betrifft vor allem Händler von Lebensmitteln/Getränken sowie alle, die leichte Kunststofftragetaschen (< 50 Mikron) oder To-go-Verpackungen einsetzen. Für reine Versandkartons ohne SUP-Formate gilt diese Pflicht nicht – dann zählt nur die allgemeine 50.000-kg-Regel.
Benötigte Unterlagen
  • Stückzahlen der SUP-Verpackungen pro Kategorie und Kalenderjahr
Quellen & Prüfstand

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Rechtsinformation, keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die verlinkten amtlichen Quellen; Daten im Status „Entwurf“ sind noch nicht abschließend verifiziert.